Milo Barus - Kurzgeschichten Schwärmereien

Viele die Milo Barus noch kannten, gerieten ins Schwärmen, und erzählten von seinen Kraftakten und je geselliger und feuchter die Runden um so kurzweiliger die Geschichten

Eine Frau aus einem Thüringer Ort wußte zu berichten:
1953 zogen wir, den damaligen Kreis Stadtroda. Meine Mitschüler erzählten viel vom stärksten Mann der Welt, So hätte er in Stadtroda eine Gaststätte betrieben, da wo die Straße besonders eng war.

Eines Tages hatte ein LKW so ungünstig vor den niedrigen Fenstern geparkt, dass es in der Gaststube dunkel geworden wäre. Da sei Milo Barus vor die Tür getreten, und habe den LKW angehoben und erst wieder abgesetzt, als Licht in den Schankraum gefallen sei. Solche und Geschichten erzählten Schulkinder und ich dachte alles Märchen, die wollen sich nur wichtig machen.

In Schlöben wurde irgend ein Fest gefeiert.
Milo wurde überall auf Plakaten angekündigt als stärkster Mann der Welt dazu Bilder von erstaunlichen Kraftakten.
Ketten zerreisen oder sprengen mittels aufblasen seine Lungen, war eine seiner leichtesten Übungen.
Endlich war der Tag gekommen. Im Kulturhaus trat Milo Barus auf. Er zeigte zuerst, wie er allein durch das Aufblasen seiner Lungen eine Kette sprengte.

Doch diese Leistung wurde von einem Bauern angezweifelt, der darauthin selbst eine Kette von zu Hause holte und mehrere Leute mussten bestätigen, dass sie nicht angesägt war. Doch Milo Barus sprengte auch diese Kette.

Ein Ackergaul ist das nicht, aber die Kuh ist auch nicht gerad leicht.



Danach bog er ein Hufeisen auseinander und als absolute Attraktion hob er einen schweren Ackergaul an. Langsam wich das Misstrauen und machte allgemeinen Staunen Platz.

Im SaaI tobte schließlich der Beifall.
Wenn mich jetzt meine Enkel besuchen, gehen wir gern ins Mühltal. Dann muss ich von Milo Barus erzählen, "dem stärksten Mann der Welt".

Milo Barus der warmherzig Kinderfreund


Eine Frau aus Gera wußte von Milo Barus zu berichten:
"Mit meiner Großmutter, bei der aufwuchs, wohnte ich in meiner Kindheit in Geisenhain sechs Kilometer von Stadtroda entfernt, wo Milo Barus in den 50er Jahren die kleine Gaststätte Klosterbräustube ("Zum blauen Laden" oder "Blauer Laden") bewirtschaftete. Wenn meine Großmutter mit mir in die Stadt fuhr, um einzukaufen, freute ich mich schon immer sehr auf diesen Tag, denn anschließend kehrten wir bei Milo Barus ein, um dort eine obligatorische Bockwurst mit Brötchen und ein Malzbier zu verzehren.

Wenn wir in das Gastzimmer eintraten, wurde ich von Milo Barus freudig begrüßt und dann nahm er mich auf seine starken Arme. Darauf hatte ich mich immer gefreut und ich war so glücklich. Er war sehr kinderlieb und warmherzig. Wenn es nun auch schon 50 Jahre her ist, an diese Begegnungen mit ihm erinnere ich mich heute noch voller Freude. Ich glaube, ich war als Kind etwas in ihn verliebt.

Milo beim Bierfaß mit den Zähnen heben, den Kindern hats auf jeden Fall gefallen

Milo Barus in Kleinschwabhausen hob er ein Klavier mit 8 Personen mit den Zähnen hoch
Als ehemaliger Kneiper von der Schänke in Kleinschwabhausen, weiß ich nur von Erzählungen zu berichten, die die Kleinschwabhäuser beim frönen von den üblichen Umdrunks zu berichten wußten. Dabei kamen sie immer ganz ordentlich ins schwärmen

Milo, so nannten sie ihn, wenn sie ins schwärmen kamen, da sie ihn ja persönlich kannten, habe das Klavier, welches aus schweren Eichenholz 250 Kg war, mit den Zähnen, wobei 8 ausgewachsene Männer darauf saßen, und er mit den Beinen auf zwei Tischen stand, ca. eineinhalb Meter in die Luft hob und so eine Weile aufrecht stehen blieb. (kein Foto vorhanden)

Dann zeigten sie stolz ihre breiten Schultern und dicken Bäuche.
Und sie wußten von den vielen Darbietungen zu erzählen und das er wohl 3 mal das kleine Dörfchen besuchte,

Doch noch mehr kamen sie ins schwärmen, wenn sie voller stolz berichteten, das sie nach der Vorstellung mit ihm um die Wette trinken durften, doch auch da mußten alle kapitulieren, denn sie meinten, er trank auch schnell mal einen Eimer Bier in einem Zuge aus.

Und ruhig wurden sie wenn sie von ihm erzählten als er ihnen Bilder von seinen Kunststücken aus aller Welt zeigte und viel zu erzählen wußten.



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